Consent Checker

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Muss man Cookies ablehnen koennen?

Ja. Eine Einwilligung ist nach Art. 4 Nr. 11 DSGVO nur wirksam, wenn sie freiwillig ist — und freiwillig ist sie nur, wenn Ablehnen ohne Nachteil und mit vergleichbarem Aufwand moeglich ist. Ein Banner mit auffaelligem „Alle akzeptieren“ und einem versteckten Ablehnen-Weg ueber zwei Klicks erfuellt das nicht.

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Welche Vorgaben gelten fuer den Cookie-Banner konkret?

Vier Punkte, die sich aus DSGVO und § 25 TDDDG ergeben: Die Einwilligung muss vor dem Setzen nicht notwendiger Cookies eingeholt werden. Sie muss aktiv erfolgen — vorangekreuzte Kaestchen und reines Weiterscrollen genuegen nicht. Ablehnen muss auf derselben Ebene und mit gleichem Aufwand moeglich sein. Und sie muss jederzeit widerrufbar sein, genauso leicht wie sie erteilt wurde.

Technisch unbedingt erforderliche Cookies sind nach § 25 Abs. 2 TDDDG einwilligungsfrei — etwa der Warenkorb, die Session oder die Speicherung der Consent-Entscheidung selbst. Alles andere braucht eine Einwilligung, bevor es laedt.

Reicht ein Banner mit nur „Akzeptieren“ und „Einstellungen“?

Das ist der Klassiker — und er ist angreifbar. Wenn der einzige Weg zum Ablehnen ueber einen Zwischendialog fuehrt, waehrend Zustimmen ein Klick ist, sind die Wege nicht gleichwertig.

Die praktische Konsequenz ist meist nicht ein Bussgeld, sondern Post: Abmahnungen von Wettbewerbern oder Verbraucherschutzverbaenden sind fuer kleinere Shops der haeufigste reale Fall.

Ich habe einen Ablehnen-Button — reicht das?

Nur wenn er auch wirkt. Das ist der Befund, der uns in echten Shops am haeufigsten begegnet: Der Button existiert, sieht korrekt aus, und trotzdem laden nach dem Ablehnen weiterhin Dienste.

Typische Ursachen: Ein Dienst wurde nie an das Consent-Tool angebunden und laeuft unabhaengig weiter. Ein Skript liest den Consent-Status nur beim ersten Laden und ignoriert die spaetere Aenderung. Oder ein Dienst wird ueber mehrere unabhaengige Wege eingebunden, von denen nur einer abgesichert ist.

Wie teste ich, ob Ablehnen wirklich greift?

In dieser Reihenfolge, sonst misst du dich selbst in die Tasche: frisches privates Fenster oeffnen, Seite laden, ohne Klick beobachten, was feuert. Dann ablehnen. Dann neu laden und erneut messen.

Der dritte Schritt ist der entscheidende und wird fast immer vergessen. Viele Setups sehen direkt nach dem Klick sauber aus und fallen erst beim naechsten Seitenaufruf wieder zurueck.

Muss der Widerruf spaeter noch moeglich sein?

Ja, und zwar dauerhaft erreichbar — ueblicherweise ueber einen kleinen Button oder einen Link in der Fusszeile, der die Einstellungen wieder oeffnet.

Ein Widerruf, der nur ueber das Loeschen von Browser-Cookies funktioniert, ist keiner. Der Widerruf muss so leicht sein wie die Erteilung.

Kostet mich ein sauberes Banner nicht Zustimmung — und damit Daten?

Kurzfristig stimmen weniger Leute zu. Unterm Strich bekommst du aber mehr verwertbare Daten, und das hat einen technischen Grund: Wenn die vier Einwilligungssignale korrekt gesetzt sind, rechnet Google einen grossen Teil der abgelehnten Conversions modelliert wieder hoch.

Fehlen die Signale, bekommst du diese Modellierung gar nicht — und verlierst zusaetzlich Remarketing. Das schlechte Banner kostet dich also genau das, was es schuetzen sollte.

Diese Seite erklärt, was technisch passiert. Sie ist keine Rechtsberatung — die rechtliche Bewertung gehört zu deinem Anwalt oder Datenschutzbeauftragten.

Der Ablehnen-Button ist schnell eingebaut — dass er wirkt, ist die eigentliche Arbeit. Der kostenlose Scan lehnt fuer dich ab, laedt neu und misst nach.

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Ablehnen-Button im Cookie-Banner: Pflicht? — Consent Checker